Logo: OsteoUpdate

Ausgabe 3/2026

GesundheitspolitikGKV-Reform beschlossen – Die Auswirkungen für Orthopäden

30.07.2026
Ausgabe 3/2026
3 min. Lesedauer

Der Bundestag hat am 10.07.2026 das Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz) beschlossen. Trotz massiver Proteste aller Ärzteverbände wurden die im ursprünglichen Gesetzentwurf enthaltenen Einschnitte bei der Vergütung ärztlicher Leistungen übernommen und sogar erweitert. Die für Orthopäden relevanten Änderungen ab dem Jahr 2027 fassen wir nachfolgend zusammen.

RegressWirtschaftlichkeitsprüfung: Besonderheiten früh und konkret darlegen

30.07.2026
Ausgabe 3/2026
3 min. Lesedauer

In einer Wirtschaftlichkeitsprüfung im Einzelfall müssen Vertragsärzte Gründe für auffällige Arzneimittelverordnungen bereits gegenüber den Prüfgremien patientenbezogen erläutern und belegen. Ein späterer Vortrag vor Gericht kann unberücksichtigt bleiben. Die Prüfgremien trifft jedoch weiterhin eine Amtsermittlungspflicht. Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg (LSG) bestätigte daher einen Regress über ca. 12.000 Euro wegen der Verordnung von Oxycodon an eine Patientin gegen einen Orthopäden, da er erst im gerichtlichen Verfahren und damit zu spät entsprechend vorgetragen hatte (Urteil vom 22.04.2026, Az. L 7 KA 32/24).

Disease-Management-ProgrammeG-BA aktualisiert DMP Osteoporose umfassend – Männer bereits ab 50 Jahren anspruchsberechtigt

30.07.2026
Ausgabe 3/2026
2 min. Lesedauer

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat seine Anforderungen an das Disease-Management-Programm (DMP) für Versicherte mit Osteoporose umfassend aktualisiert. Neu ist u. a., dass sich Männer mit einer behandlungsbedürftigen Osteoporose künftig bereits ab 50 Jahren in das DMP einschreiben lassen können, statt wie bisher ab 60 Jahren – dies entspricht den aktuellen Leitlinienempfehlungen.

KnochengesundheitOsteoprotektion: Integraler Bestandteil der onkologischen Versorgung

30.07.2026
Ausgabe 3/2026
3 min. Lesedauer

Die Knochengesundheit kann bei Krebspatienten auf unterschiedliche Weise beeinträchtigt sein: durch einen eigenständigen Primärtumor, durch ossäre Metastasen und durch eine Tumortherapie-induzierte Osteoporose. Für eine wirksame Osteoprotektion als Bestandteil eines onkologischen Gesamtkonzepts sind medizinische, chirurgische und strahlentherapeutische Optionen verfügbar.